Chronik der Gemeinde

Seit über 90 Jahren gibt es nun die Gemeinde. Es ist vieles passiert. Hier möchten wir Ihnen die wichtigsten Ereignisse chronologisch sortiert bis zum heutigen Tag anzeigen.

August 1913

Aus der Gemeinde Gelsenkirchen-Erle übersiedelten Diakon Fritz Potschwadeck und Johann Krupka mit ihren Familien nach Marl-Brassert (8 Seelen). Sie versammelten sich in der Wohnung des Diakons in der Haardtstraße 13a zu den ersten Gottesdiensten und gründeten die Gemeinde Brassert.

1920

Unter der seelsorgerischen Betreuung des Bezirksältesten Kaiser aus Recklinghausen wuchs die Gemeinde auf etwa 40 Mitglieder. Zur Pflege der Gemeinde empfing Diakon Fritz Potschwadeck am 20. Juni das Priesteramt.

1922

Als am 23. April Stammapostel Hermann Niehaus in Brassert einen Versiegelungsgottesdienst für 22 Seelen hielt, war der Versammlungsraum in der Schule an der Bonifatiusstraße.

1924

Apostel Hermann Dietrich Magney ordinierte am 16. November weitere Amtsgaben. Diakon Johann Michalowitz wurde Priester und erster Vorsteher der Gemeinde Brassert. Sechs Amtsträger pflegten nun die an Mitgliedern stark gewachsene Gemeinde. Während dieser Zeit wurden die Gottesdienste in den Kinosaal der Goetheschule verlegt.
 

1928

Am 21.November empfing Christov Sümmerer das Priesteramt und übernahm als Vorsteher die Leitung der Gemeinde. Er wohnte in einer Zechenhaushälfte in der Mittelstraße 10, wo in den unteren Räumen und später auch in zwei Räumen des Nachbarhauses fast 30 Jahre lang die Gottesdienste stattfanden.

1954

Als Evangelist Bernhard Kötting aus der Gemeinde Marl-Hüls am 12. Dezember die Aufgabe des neuen Vorstehers für Brassert übernahm, war die Gemeinde auf eine Mitgliederzahl herangewachsen, für die das kleine Wohnhaus nicht mehr ausreichte. Zuletzt wurden sonntags vier Gottesdienste gehalten, um alle Glaubensgeschwister bedienen zu können.

1957

Aufgrund dieser Situation wurde nach einem geeigneten Baugrundstück Ausschau gehalten. An der Ecke Goethestraße/Bogenstraße wurde dieses Grundstück gefunden und es entstand in einjähriger Bauzeit eine schöne und geräumige Kirche, die am 1. August an der Bogenstraße Nr. 23 durch Bezirksapostel Walter Schmidt eingeweiht wurde. Er hat diesem Gotteshaus den Namen "Haus zum guten Hirten" gegeben. Mit 355 Sitzplätzen ist diese Kirche bis heute die größte der fünf neuapostolischen Kirchen in unserer Stadt.

1961/1962

Im Juni 1961 erkrankte Evangelist Bernhard Kötting schwer. Bezirksevangelist Rudolf Lucaß aus Herten übernahm vorübergehend die Pflege der Gemeinde, bis am 19. Juli 1962 Priester Werner von Fintel zum Vorsteher eingesetzt wurde. Während seiner fast 28jährigen Tätigkeit wuchs die Gemeinde auf über 300 Mitglieder an.

1990

Zum Ostergottesdienst am 15. April war unsere Gemeinde nach Gelsenkirchen-Buer eingeladen. Dort hielt Apostel Hermann Magney einen Gottesdienst, in dem der Vorsteher, Priester Werner von Fintel, in den Ruhestand kam. Priester Ralf Hüging wurde zum Evangelisten ordiniert und als Vorsteher mit der Leitung der Gemeinde Brassert betraut.

1992

In der zweiten Jahreshälfte wurden Umbau- und Renovierungsarbeiten am Kirchengebäude durchgeführt. Die Erneuerung der Heizungsanlage, der Elektro- und Sanitärinstallation sowie die Umgestaltung des Kellergeschosses mit einem neuen Hintereingang, Ämterzimmer und Küche wurde ebenso in Angriff genommen wie Putz- und Malerarbeiten im gesamten Innenbereich, die Verlegung von Teppichböden und die Erneuerung der Treppenanlage am Haupteingang. Auch die Pfeifenorgel wurde überarbeitet.

2001

Eine weitere Reparaturmaßnahme erfolgte im September. Im Kirchenschiff , im Treppenhaus und im Ämterzimmer wurden neue Fenster eingebaut.

2002

Mitte des Jahres 2002 legte der bisherige Vorsteher und Hirte Ralf Hüging sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Als neuer Vorsteher wurde der Bezirksevangelist Hans-Günter Zawada beauftragt.

2003

Zu Beginn dieses Jahres zählt die Gemeinde 292 Mitglieder, die unter der Leitung des Vorstehers von sechs Priestern sowie acht Diakonen betreut werden. Durch Ruhestand von Priester Georg Kaletka und dem plötzlichen Heimgang von Priester Hartmut Ehmann wirkten zum Jahresende nur noch vier Priester an der Seite des Vorstehers.

2004

In diesem Jahr gab es wieder Veränderungen bei den Amtsbrüdern. Priester Horst Heitkamp ging in den Ruhestand und Diakon Roland Josler wurde zum Priester ordiniert. Somit hatte die Gemeinde am Jahresende 6 Diakone und 4 Priester sowie den Bezirksevangelisten Hans-Günter Zawada als Vorsteher.

2005

Auch im Jahr 2005 gab es eine Veränderung: Diakon und Dirigent Dieter Bierend wurde bei einem Überraschungsbesuch von Bezirksapostel Armin Brinkmann - angekündigt war der Besuch von Apostel Walter Schorr - am 24. August 2005 in den Ruhestand verabschiedet. Bis zum Jahresende 2005 blieb Diakon i. R. Dieter Bierend als Dirigent tätig. Im Jahresabschlussgottesdienst am 31.12.2005 wurde Diakon Stephan Arnold vom Bezirksevangelisten Hans-Günter Zawada zum Nachfolger ernannt.

2007

Am 18. Januar 2007 wollte Apostel Christian Schwerdtfeger außerplanmäßig die Gemeinde besuchen. Da wegen kurzfristig erforderlicher Reparaturarbeiten am Kirchendach die Kirche nicht genutzt werden konnte, fand die Liturgie in der Gemeinde Marl-Hamm statt. Mit Priester Detlef Kwasny aus der Gemeinde Marl-Hamm wurde dann für Brassert ein neuer Vorsteher ordiniert.

Von Januar bis Ende Juli wurden umfangreiche Repartur- und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Das Kirchendach wurde erneuert. Das Kirchenschiff erhielt einen neuen Anstrich sowie einen neuen Bodenbelag. Die Außenanlagen wurden erneuert. Während dieser Zeit besuchten die Geschwister die Nachbargemeinde Marl-Hamm. Ende Juli war dann alles "gerichtet", sodass am 28. Juli 2007 ein "Tag der offenen Tür" mit gleichzeitigem Gemeindefest stattfinden konnte. Am 29, Juli 2007 hielt Bischof Hans-Joachim Schwerdtfeger zur Wiedereröffnung einen Festgottesdienst der an den Kirchenbau vor 50 Jahren erinnern sollte.

2008

Am 9. April 2008 ordinierte Apostel Christian Schwerdtfeger bei einem Gottesdienst in der Gemeinde Marl-Hamm mit Michael Gromotka und René Pläster zwei Diakone für die Gemeinde Marl-Brassert.

Im Laufe des Jahres 2008 erhält die Gemeinde Marl-Brassert eine neue Orgel. Der (finanzielle) Aufwand, die vorhandene Mendel-Orgel aus dem Jahr 1961 zu überholen bzw. zu reparieren und zu erweitern steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen. Daraufhin wurde entschieden, eine in Frankreich zum Verkauf stehende Roethinger-Orgel zu erwerben und der Gemeinde Marl-Brassert zur Verfügung zu stellen.

Wegen der unruhigen Lage in Armenien stellte Bezirksapostel Armin Brinkmann seinen Reiseplan kurzfristig um und besuchte am Mittwoch, 27. August, die Gemeinde. Im Gottesdienst versiegelte er drei Kinder und einen Jugendlichen.

2009

In der Zeit von Ostern bis Ende Juni 2009 weicht die Gemeinde Marl-Brassert erneut nach Marl-Hamm aus. Damit das Kirchengebäude behindertengerecht genutzt werden kann, wird eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut und zusätzlich ein Behinderten-WC installiert. Das Treppenhaus wird durch einen Fahrstuhl erweitert, so dass alle Ebenen von gehbehinderten Besuchern erreicht werden können. Im Zuge der Umbauarbeiten wird eine neue Küche eingerichtet.

Am 01.07.2009 hält Apostel Wilhelm Hoyer in der Gemeinde Marl-Hamm einen denkwürdigen Gottesdienst, an dessen Ende er die Gemeinde Marl-Hamm in die Gemeinde Marl-Brassert integriert. Der Vorsteher der Gemeinde Marl-Hamm, Priester Gerhard Mörretz, wird in den Ruhestand gesetzt. Am 05.07.2009 hält Bischof Roland Eckhardt den ersten Gottesdienst der zusammengeführten Gemeinde Marl-Brassert im umgebauten Kirchengebäude.